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Mobbing und Gewalt – es geht uns alle an

Ach ihr Lieben, was habe ich mir da nur eingebrockt. 🙈😂

Als hätte ich momentan nicht schon genug zu tun. Der ganze Weihnachtsstress, einkaufen, Geschenke einpacken, noch auf Geschenke warten, die noch nicht angekommen sind. Den Haushalt noch auf Vordermann bringen, Baum machen. Nägel wollten meine Tochter und ich noch machen. Hinzu kommt, dass so viele neue Ideen in meinem Kopf rumspuken. Fast täglich arbeite ich daran, lerne, bilde mich weiter. Denn nach und nach möchte ich diese verwirklichen. Ich weiß gar nicht wie ich das alles schaffen soll. Es sind doch nur noch ein paar Tage. Keine Sorge, es ist irgendwie schöner Stress. Aber zwischen dem ganzen Lernen, kochen und so weiter, musste ich dann in der Elterngruppe zum Thema Mobbing und Gewalt auch noch meinen Senf dazu geben.

Das habe ich nun davon.😂

Sonst halte ich mich eigentlich bei diesen Sachen und in der Elterngruppe zurück. Diesmal konnte ich aber echt nicht anders. Es ging darum, dass die Klassen 5 – 9 zum „Camp Stahl“ fahren sollten. Wer jetzt genauso doof guckt, wie ich es getan habe, als meine Tochter davon erzählt hat, kann hier nachlesen. Ganz ehrlich bis zu diesem Tag habe ich nichts von diesem Mann gehört.

Es hieß nur:

“Mama der macht gegen Mobbing und Gewalt und ich freue mich voll drauf.“ Gut, okay dachte ich mir. Wenn sie sich drauf freut, muss es wohl was Gutes sein und habe ehrlich gesagt auch nicht weiter darüber nachgedacht. Ich fand es gut, dass die Schule es fördert. Denn Mobbing und Gewalt ist ja Gang und Gebe heutzutage. Leider kann ich ein Lied davon singen, denn mein Sohn ist dem schon seit der Grundschule ausgesetzt. Mir ging es ja in meinem Job nicht anders. Mobbing und Gewalt findet überall statt und es kann jeden treffen.

Auf jeden Fall, hieß es dann, dass es abgesagt wird.

Die Schule mache sich Sorgen, da dieser Kurs wohl gravierende psychische Spuren hinterlässt. Wieder dachte ich, gut okay. Die Schule hat eine gewisse Verantwortung den Kindern gegenüber, also wird sie wissen was sie tut. Ich fing an zu googlen. Camp Stahl gegen Mobbing und Gewalt.

Bei Wikipedia fand ich folgendes:

–Die Methoden von Stahl sind umstritten. So äußerten Schulpsychologen der Stadt Düsseldorf die Bedenken, dass er die Betroffenen lediglich emotionalisiere, ihnen aber keine nachhaltigen Konzepte oder Strategien zum dauerhaften Umgang mit den Problemen anbiete. Wegen der fehlenden Nachhaltigkeit seines Konzepts sowie der zu vermutenden Belastungsrisiken für die Betroffenen werde das „Camp Stahl“ weder gefördert noch den Schulen in Düsseldorf empfohlen. Der Neuköllner Jugendhilfe-Ausschuss entschied im März 2019, nicht mit Stahls Anti-Mobbing-Projekt zusammenzuarbeiten.–

 Bei Wikipedia lese ich immer zuerst, wenn es schnell gehen muss. Wie gesagt das fand ich dazu und fühlte mich bestätigt, dass die Schule ja weiß was sie tut. Alles dazu könnt ihr hier lesen.

Meine Tochter war enttäuscht, sie hatte sich so gefreut.

Dann ging es los in der Elterngruppe. Wieso, weshalb, warum? Es wäre doch wichtig, die Kinder gegen Mobbing und Gewalt zu sensibilisieren. Die Kinder müssen dahin und ich gebe Zettel mit und so weiter und so weiter. Es wurde selbst mit dem Schulleiter gesprochen, dass man das doch nicht einfach absagen kann. Aber die Schule blieb bei ihrer Entscheidung. Für mich verständlich, da sie wie gesagt eine gewisse Verantwortung trägt.

Ich kenne/kannte Carsten Stahl nicht

und hatte bis dato auch noch nie etwas von ihm gehört. Allein deswegen, möchte ich mir darüber kein Urteil bilden. Vielleicht ist er gut, vielleicht aber auch nicht. Im Internet gehen die Meinungen da auseinander. Es ist wichtig, dass etwas gegen Mobbing und Gewalt getan wird. Also habe ich überlegt und plötzlich sprudelten meine Gedanken nur so aus mir heraus. Ich schrieb und schrieb und sendete es dann in die Elterngruppe.

Es ging nicht anders.

Wenn ich mich sonst aus allem raushalte, aber da ging es nicht. Dafür geht mich das Thema, Mobbing und Gewalt einfach zu viel an. Ihr kennt meine Angst, gegenüber Menschen und was sie wohl von mir denken. Das sie eh nicht verstehen was ich sage und so weiter? Ja, es ist schon besser geworden und ich denke auch nicht mehr so extrem darüber nach, was andere von mir denken. In dem Moment aber, als ich so schrieb und schrieb und dann auch noch abschickte, habe ich keine einzige Sekunde darüber nachgedacht, was ich da auslösen könnte. Auch für mich.

Folgendes schrieb ich:

–Ich gebe ja sonst nicht viel meinen Senf dazu, aber diesmal möchte ich zu diesem Thema auch mal was loswerden, da es mich bzw. meinen Sohn persönlich betrifft. Bei dem Thema Camp Stahl gehen die Meinungen auseinander, egal wo. Das die Schule sich diesbezüglich Sorgen macht, ist für mich verständlich. Wer halt will das seine Kinder dran teilnehmen, sollte es privat machen. Viel wichtiger finde ich, dass wir als Eltern unseren Kindern zuhören und je nach Möglichkeit versuchen zu helfen. Sollte es in der Schule zu Mobbing und derartigen Problemen kommen, sollte man mit der Schule bzw. Klassenlehrerin reden. Dies funktioniert auch nicht immer, dass weiß ich aus eigener Erfahrung.

Mein Sohn wird schon sehr lange gemobbt,

geschlagen und kommt manchmal mit Verletzungen nach Hause, wo ich bis heute nicht weiß woher er die hat, weil er manchmal nichts sagt. Dinge wie Brillen, Schulsachen oder Fahrräder werden herum geschmissen oder kaputt gemacht. Von der Lehrerin kommt dann nur, er muss sich durchsetzen oder die Lehrer schauen weg. Klar muss er sich durchsetzen, aber manchmal schaffen es die Kinder nicht allein und brauchen Hilfe. Da hilft wegschauen nur wenig, da sollte egal wie alt sie sind eingegriffen werden. Was ich so von Suri höre scheint dies in der Klasse nicht so schlimm zu sein, außer die Mädels mit ihren Dramen 🙈😱. 

Vielleicht sollte man mal überlegen,

einen Selbstverteidigungskurs in der Schule oder so anzubieten. Das stärkt das Selbstbewusstsein und man fühlt sich sicherer. Sollte es notwendig sein, kann man bestimmt auch etwas organisieren, wo die Kinder über ihre Sorgen und Probleme reden können, ohne Angst vor Lehrern oder Eltern zu haben. Wir als Eltern können viel ausmachen. Wie gesagt, zuhören und versuchen zu helfen. Die Kinder aufklären, was Mobbing und Gewalt usw. bei anderen anrichten kann. Das ist meine Meinung und ich greife niemanden damit persönlich an. Ich hoffe das kommt in diesem Text rüber. Camp Stahl könnte helfen, aber meistens ist es doch so, dass die Kinder gar nicht richtig zuhören, bei sowas. Sie sehen nur, dass sie keine Schule haben und ändern tut sich dann doch nichts.–

Viel Text für eine die dort sonst nicht schreibt.
Ist vielleicht schon so drin, vom Blog schreiben. 🙈

Mich beschäftigte das Thema Mobbing und Gewalt, die ganze Zeit. Ich dachte darüber nach, was man machen kann. Vor allem wollte ich wissen, was denn in der Klasse los ist, dass dies so ein Thema ist. Meine Tochter erzählt nie wirklich etwas. Wir kennen ja alle die Antwort auf die Frage, wie es in der Schule war. „Hmmm ja wie immer.“ Habe ich recht?

Die Nachricht war nun abgeschickt

und erst danach bekam ich ein wenig Angst. Na, fühlt sich irgendwer angegriffen oder wird darauf überhaupt reagiert. Mir ist schon lange bewusst, dass etwas gegen Mobbing und Gewalt getan werden müsste. In erster Linie aber, kommt das Verhalten andern gegenüber aus dem Elternhaus, meine Meinung. Man sollte seinen Kindern zuhören und mit ihnen reden. Ich finde in der heutigen Zeit, zwischen Gehetze von A nach B bleibt das ganz gewaltig auf der Strecke. Die Zeit ist einfach nicht da. Man ist nur gestresst und viele Eltern vergessen dann so ein kleines aber wichtiges Detail. Ich kenne es ja selbst. Mir ging es auch nicht anders, auch wenn ich es immer versucht habe. Es geht aber bei dem ganzen Hin und Her Gehetze zu oft unter.

Was soll ich sagen, es kam gut an.☺

Das hat mich echt positiv überrascht. Sogar so, positiv, dass ich mich angeboten habe, mir etwas zu überlegen, dass man etwas ändert. Das braucht Zeit, dass weiß ich, aber irgendwann muss man ja mal damit anfangen.

Gegen Mobbing und Gewalt – Das geht uns alle an

Ich habe also vorgeschlagen, dass die Klasse erstmal ein Gespräch führt. Klassensprecherin (meine Tochter🙈☺), mit einer Freundin zur Hilfe und jeder sagt mal was. Dafür gibt es die Kontaktstunde in der Schule. Mir war wichtig, dass sie das Problem erstmal ohne Erwachsenen ansprechen. Denn mir ist zu Ohren gekommen, dass viele sich nicht wirklich trauen zu reden, wenn Erwachsene dabei sind.

Also haben meine Tochter,

ihre Freundin und ich uns zusammengesetzt und haben mal über dieses Thema gegen Mobbing und Gewalt geredet. Ich war schon erstaunt, was da so alles zum Vorschein kam. Das möchte ich jetzt hier auch nicht weiter erörtern, da ich das Vertrauen nicht ausnutzen möchte. Ich sage nur so viel, es gibt zwei größere Probleme, die man angehen sollte. Die Kinder haben ja doch noch ein paar Jahre zusammen. Man sollte gern zur Schule gehen und nicht Angst haben müssen, gemobbt oder geschlagen zu werden.

Da ich das in meinem Leben auch zur Genüge ertragen musste,

kann ich eben meinen Senf dazu geben. Ich möchte versuchen den Kindern zu helfen. Ihnen begreiflich machen das Mobbing und Gewalt keine Lösung sind. Durch meine psychischen „Leiden“, verurteile ich auch keinen, sondern überlege und hinterfrage immer, weshalb dieses oder jenes Kind so ist und sich so verhält. Es wird nicht einfach, da ich auch denke, dass es viele Eltern gibt, die der Meinung sind, dass ihr Kind sowas nie tun würde. Da auch die Schule unterbesetzt und streckenweise heillos überfordert ist, will ich an diesem Thema gegen Mobbing und Gewalt dranbleiben und versuchen zu helfen.

Morgen ist Kontaktstunde, da bin ich echt gespannt, was bei rauskommt. Das Thema geht auf jeden Fall weiter, denn es leiden zu viele darunter.

Niemand sollte allein sein und so behandelt werden.

Wie immer freue ich mich, wenn ihr Eure Erfahrungen und Gedanken mit mir teilt. 😘❤

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