Social Media Pause, die dringend nötig war
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Social Media Pause, war dringend nötig🙈

Heute möchte ich euch endlich schreiben,

weshalb ich mich zurĂŒck gezogen hatte. Ich glaube, ich bin wieder soweit und bereit zu schreiben. Ob es allerdings jede Woche sein wird oder einmal im Monat, kann ich nicht sagen und ich möchte mich da auch nicht festlegen. Die Social Media Pause war dringend nötig.

Soll ich euch sagen wie es war?

Am Anfang dachte ich noch, ja das muss alles so sein. Du musst morgens aufstehen, Insta gucken, Pinterest und wie sie alle heißen. Schreiben, reagieren und das nur damit Follower kommen. Irgendwann war ich soweit, dass ich morgens nach dem Aufstehen ĂŒber eine Stunde nur fĂŒr Insta gebraucht habe. Liken, antworten, Mami Gruppen folgen, nur fĂŒr Follower. Ich bin denen gefolgt,obwohl es mich gar nicht wirklich interessiert hat. Denn die meisten Mamis hatten noch kleine Kinder. Ich habe Teenager zu Hause. Das ist ne ganz andere Hausnummer, als, wie lange schlĂ€ft euer Kind durch oder was gebt ihr fĂŒr Milch oder sonstiges. Social Media Pause, war dringend nötig.

Wie ihr bereits beim Schreiben merkt,

war ich irgendwann nur noch genervt, von dem ganzen Mami Kram, weil es eben einfach nicht mehr zu mir passte. Ich redete mir aber ein, dass ich die Follower brauche um voran zu kommen. Die Sache mit LR sollte ja auch anlaufen und da brauche ich Menschen, die das sehen, sodass ich erfolgreich werde. Es wurden Fotos gemacht, egal was,egal wo, ĂŒberall musste fotografiert werden. Man könnte es ja fĂŒr Social Media brauchen. Selbst meine Family war von der ganzen Fotografiererei schon genervt. Hinzu kamen die tĂ€glichen Gedanken an meinen Blog. Ines du musst schreiben und das jede Woche, sonst verlierst du Leser und wirst nicht erfolgreich. Social Media Pause, war dringend nötig.

Das ging ewig so weiter

und ich wurde immer unzufriedener. Ich redete mir ein, dass ich zu schwach bin und nichts auf die Reihe bekomme. Storys wurden gemacht, es wurde ĂŒber keine Ahnung was geredet, Hauptsache man bleibt im GesprĂ€ch beziehungsweise prĂ€sent. Irgendwann habe ich gemerkt, dass egal was ich tue, man Menschen nichts aufschwatzen (so nenne ich es jetzt mal) kann, egal wie gut die Produkte sind. Zumal ich nie jemanden etwas andrehen wollte, nicht das ihr mich jetzt falsch versteht. Die Preise sind gerade in Zeiten von Corona, unsicheren ArbeitsplĂ€tzen und den jetzigen Zeiten (da will ich noch gar nicht mit anfangen) einfach immens. Das muss ich ja selbst zugeben. Dennoch sage ich, einige Produkte sind wirklich ihr Geld wert und auch ich möchte sie nicht mehr missen. Social Media Pause, war dringend nötig.

Ich konnte jeden einzelnen verstehen

und deswegen bohre ich da auch nicht nach. Klar dadurch verkaufe ich nichts, aber ich habe ein gutes Gewissen. NatĂŒrlich habe ich mir in dieser Hinsicht auch Druck gemacht. Klar wĂ€re ja sonst zu einfach. StĂ€ndig redete ich mir ein, du musst weiter machen, denn du hast es deinem Mann versprochen. Ich will doch Geld verdienen. Ja so habe ich das alles weiter gemacht und ich wurde von Tag zu Tag unglĂŒcklicher. Ich hatte wieder Schlafprobleme, war stĂ€ndig am grĂŒbeln, was ich denn noch alles machen könnte und so weiter. Social Media Pause, war dringend nötig.

Ich wollte das nicht mehr,

denn ich wollte mich nicht mehr so schrecklich fĂŒhlen. Irgendwann bin ich dann eines Morgens aufgestanden und habe das ganze Social Media Kram einfach ausgelassen. Am Anfang hatte ich noch ein schlechtes Gewissen, aber es konnte so nicht weiter gehen. Denn ich war nicht mehr ich, sondern irgendwer, der anderen, fremden Leuten gefallen wollte. Nein, dass geht gar nicht. Ich glaube nach zwei Wochen oder so merkte ich endlich, wie es anfing mir besser zu gehen. Der ganze Druck fiel auf einmal von mir ab. Ich hatte wieder viel mehr Zeit fĂŒr andere Dinge. Mein Mann und ich konnten viel frĂŒher frĂŒhstĂŒcken am Wochenende, weil die eine bis anderthalb Stunden Insta gucken wegfielen.

Social Media Pause, war dringend nötig.

Das fiel dann sogar meinem Mann auf. Als er mich natĂŒrlich drauf ansprach, kroch wieder das schlechte Gewissen in mir hoch, aber irgendwann sagte ich ihm, dass ich mich viel besser fĂŒhle. Er merkte das auch. Ich war auch an einem Punkt, an dem ich nicht mehr wusste was ich schreiben sollte. Ich hatte zwar hier und da Ideen und hab es auch gesammelt, aber ich war nicht motiviert genug. Also ließ ich einfach alles. Ein paar Leute fragten mich, ob alles okay sei, da ich nicht mehr schreibe. Es waren aber auch nur ein paar, warum also Druck machen, dachte ich. So nahm ich mir die Zeit die ich brauchte und fand es gut. Ich glaube alle die sich mal eine Social Media freie Zeit genommen haben, können mir beipflichten. Social Media Pause, war dringend nötig.

Es war und ist auch nötig,

denn es kann nicht sein, dass sich die Gedanken nur noch darum kreisen. Ich habe Familie, Freunde und die sind wichtig, um die soll es sich drehen und es sollte nicht darum gehen fremden Menschen zu gefallen. Denn die sind nicht da, wenn du es nicht bist. Bist du nicht mehr online interessiert es die wenigsten und das ist es mir nicht wert. Tut mir leid. Aber die die mein Zeug lesen wollen, sind bestimmt noch da und die können mich auch verstehen, denke ich. Social Media Pause, war dringend nötig.

Ich will wieder Spaß daran haben

und auch wieder schreiben, denn ich merke auch, dass es mir fehlt und das ich es auch wieder rauslassen muss. Teilweise denkt mein Kopf wieder zu viel und es will raus und das habe ich ja auch mit meinem Blog bezweckt. Nur diesen ganzen Druck will ich mir nicht mehr geben. Ich möchte schreiben und posten, wenn ich es will und nicht das ich das tĂ€glich machen muss. Denn ursprĂŒnglich sollte der Blog etwas sein, wo ich alles schreiben kann, was ich erlebt habe und was mich bedrĂŒckt oder mich auch glĂŒcklich macht. Ich wollte euch da draußen zeigen, dass ihr nicht allein seit und da will ich auch wieder hin.

Es kann einfach nicht sein,

dass man sein ganzes Leben nach Social Media ausrichtet. Klar gibt es viele Menschen die das tun, sollen sie auch, wenn es sie glĂŒcklich macht. Ich hingegen bin aber eine andere Generation und fĂŒr mich zĂ€hlen andere Dinge im Leben viel mehr. Wie gesagt Familie, Freunde, dass miteinander reden, einfach gute GesprĂ€che fĂŒhren von Angesicht zu Angesicht. Spazieren gehen, die frische Luft genießen und das Handy einfach mal links liegen zu lassen. Mittlerweile bin ich wieder an einem Punkt, wo ich abends ins Bett gehe und mein Akku hat noch 80 Prozent. Das gab es vorher nicht. Social Media Pause, war dringend nötig.

Ich fĂŒhle mich gut,

mir geht es einfach viel besser und das Leben ist um einiges besser ohne den ganzen Tag Social Media. Zumindest ich, die der Generation X entsprungen ist, sieht das so. Bei uns ging es erst los mit Handys. Was zur Hölle war Social Media? Wir mussten noch SMS schreiben und hatten dafĂŒr nur 153 Zeichen Platz. Unsere Eltern meckerten rum, wenn wir zu lange am Telefon gehangen haben und wenn wir beim Handy auf den Internetbutton gekommen sind, haben wir einen Herzinfarkt bekommen.

Heutzutage gibt es Flatrates fĂŒr alles,

die Jugend kann soviel telefonieren, dass sie sich beim Videocall beim Schlafen zu gucken. Her je was ist nur aus uns geworden? Keine Bange ich mache das nicht schlecht, aber man kann es auch ĂŒbertreiben oder? Naja das ist die Generation Z und dazu werde ich mich heute nicht weiter Ă€ußern.😉

An euch alle da draußen,

solltet ihr euch auch so fĂŒhlen, ignoriert die Apps und lasst sie einfach links liegen. Es gehen euch wenige bis gar keine Follower laufen und selbst wenn, es geht um euch. Wenn ihr euch nicht gut damit fĂŒhlt, dann lasst es. Ihr werdet merken, dass es euch in kĂŒrzester Zeit besser geht. Ich kann nur sagen, dass ich meine Entscheidung nicht bereut habe und es mir seitdem viel besser geht. ErzĂ€hlt mal wie ist das bei euch?

P.S.

Hiermit möchte ich darum bitten, etwaige Rechtschreibfehler NICHT zu kommentieren. Ich bin auch nur ein Mensch, ich mache Fehler. Das ist kein Makel, sondern menschlich.

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