8 Wochen Shutdown
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8 Wochen Shutdown und ich lebe noch

8 Wochen Shutdown mit Kindern

und ich lebe noch. 8 Wochen, viele meinen es sind Ferien, aber nein, sind es nicht. Mein Großer muss nun seit heute (04.05.) wieder jeden Tag los. Klar Abschlussklasse, von meiner Kleinen weiß ich noch gar nichts. Homeschooling läuft weiter und in knapp zwei Wochen beginnen hier in Sachsen-Anhalt schon wieder die Pfingstferien. 8 Wochen Shutdown ist schon eine Herausforderung.  Dennoch geht es mir bei dem ganzen Aushilfslehrer sein und das die Kids zu Hause sind und man immer mehr merkt, dass die Schule fehlt ganz gut. Mir geht es so gut, dass ich keine Idee habe, was ich schreiben soll.

Was mache ich also,

ich setze mich in „mein“ Büro, mach den Rechner an und schreibe einfach mal drauf los. Durch Corona ist ja soviel nicht los, aber dank unseres Ministerpräsidenten Haselhoff preschen wir (so schreibt es die Presse) mit den Lockerungen vor. Tja, ich bin auch aus Sachsen-Anhalt und ich lese, dass es dafür Lob sowohl auch Kritik handelt. Mein Statement dazu – zu früh. Ja wir sind ein kleines Land und wir stehen in der Liste mit den Infizierten weit unten. Dennoch denke ich, ist es zu früh. Wir sind noch immer nicht über den Berg.

Zumal wenn ich sowas lese:

 Ansturm auf Ikea. Bitte? 8 Wochen Shutdown und die Menschen haben scheinbar noch immer nichts gelernt. Herr Gott, ich liebe Ikea genauso, aber mir würde es im Traum nicht einfallen, da jetzt hinzufahren. Was geht denn in den Menschen nur vor? Allein beim Einkaufen letzte Woche, habe ich wieder die Krise gekriegt. Ein Tag vor dem 1. Mai, keine Anzeichen mehr von Mindestanzahl zu sehen. Die Leute tragen zwar Masken, aber führen sich dennoch auf, als gehöre der Laden ihnen.

Vielleicht bin ich auch nur zu doof

und glaube immer noch zu sehr an das Gute im Menschen, aber nach 8 Wochen Shutdown, sollten wir doch endlich in der Lage sein uns anzupassen und damit leben können?! Nee, wir Deutschen können das offensichtlich nicht. Wir jammern, wir beschweren uns, halten uns nicht an einfache Regeln. Denn das öffentliche oder soziale Leben, scheint für den Großteil, der Bevölkerung, das Wichtigste zu sein.

Sorry,

aber da tanz ich dann mal wieder aus der Reihe. Ich bin nicht geil drauf, direkt loszufahren um shoppen zu gehen. Tut mir leid, aber normal einkaufen gehen mit der blöden Maske ist schon anstrengend genug. Nicht weil ich jammern will, sondern weil ich nach 20 Minuten einfach total schlecht Luft bekomme. Ich fühle mich total benebelt. Letzte Woche habe ich nicht mal mitbekommen, was ich bezahlen musste. Draußen habe ich dann meinen Mann gefragt, er wusste es auch nicht. Ich nehme es hin, weil es muss, dass sehe ich auch ein. Wir müssen uns eben den Gegebenheiten anpassen, aber das ich jetzt nur weil ich es wieder darf einen Shoppingmarathon starte, wird es bei mir nicht geben.

8 Wochen Shutdown

und kein Anzeichen dafür, dass Menschen sich ändern können oder wollen. Das ist so traurig, irgendwie armselig. Ich finde es toll zu Hause. Wahrscheinlich nicht mehr nur wegen meinen Diagnosen, sondern auch, weil ich einfach merke, dass mich das Leben das draußen nur aufregt. Keine Einsicht, jeder macht was er will. Zu Hause ist es toll, ich habe meine Familie, obwohl ich manchmal gerne für einen Tag mit jemandem tauschen würde, der ganz allein zu Hause ist. Ich habe meinen Garten, auch wenn ich noch nicht wirklich viel getan habe – schäm. Aber ich kann auf der Terrasse sitzen, grillen, einfach irgendwas machen und wenn es nur in der Sonne braten ist.

Alle jammern immer,

dass das Leben so stressig ist und wenn sie sich dann mal zurückhalten sollen und zu Hause bleiben sollen, ist es auch wieder nicht richtig. Typisch deutsch, wir meckern über alles und jeden. Kann man es uns einmal recht machen? Ich glaube nicht mehr daran. Das wird uns wohl schon in die Wiege gelegt. 8 Wochen Shutdown, man was hättet ihr alles machen können. Einfach mal entspannen, zu Hause irgendwas machen, was ihr schon ewig wolltet. Euch einfach mal was Gutes tun. Die Lage so nehmen wie sie ist und das Beste daraus machen. Ist das für uns Deutschen so schwer?

Klar hätte ich den Eurojackpot geknackt

und hätte jetzt Millionen auf dem Konto, dann würde mir das wahrscheinlich auch schwerer fallen. Da hat man ja so seine Ideen im Kopf, was man mal so alles machen wollen würde. Das ist aber vielleicht ein Thema für einen anderen Blogbeitrag. Ich habe keine Millionen auf dem Konto und mir geht es gut, selbst nach 8 Wochen Shutdown.

Ich bin gesund,

also körperlich. Der Kopf ist eine andere Sache, der dreht mir ab und an einen Strick, aber ich arbeite täglich daran. Heute habe ich zum Beispiel in unserer Mädels Gruppe offen und ehrlich gesagt, was mich stört. Obwohl ich eine Heiden Angst hatte, dass es Stress oder Streit gibt. Ich habe es dennoch getan, denn ich soll mich nicht mehr verstellen und in der Gruppe soll es auch niemand. Die Gruppe soll helfen und wenn wir dort nicht sagen können, was wir denken und uns verstellen, macht das ganze für mich keinen Sinn.

Außerdem bin ich über meinen Schatten gesprungen

und habe meinen Job gekündigt. Den Rest des Krankengeldes, habe ich nach Widerspruchseinlegung auch bekommen und ich habe sogar zusammen mit meinem Mann, zwei wichtige Telefonate geführt. Eines sogar mit der Krankenkasse, da ich mich ja familienversichern muss. Ja genau, ich habe mich noch nicht arbeitslos gemeldet, denn dafür müsste ich ja zur Verfügung stehen. Ich habe für mich entschieden, dass ich noch nicht soweit bin, wieder arbeiten zu gehen. Sich die Freiheit nehmen und das zu tun, tut unheimlich gut. Vielleicht geht es mir dadurch auch so gut. Der Druck ist raus. Keine Krankenkasse, kein nerviger MDK, keiner mehr, wo man sich stets und ständig rechtfertigen muss und am Ende doch wieder zu hören bekommt, dass man ja nur zu faul zum Arbeiten wäre.

Seht ihr,

mir hat 8 Wochen Shutdown gutgetan. Ich habe einiges geschafft, wo ich stolz drauf bin. Denn solche Dinge, wie Telefonate oder auch das mit dem Job, habe ich immer vor mir hergeschoben. Jetzt ist es erledigt und ich kann mich nur auf mich konzentrieren. Weiter lernen, lernen nein zu sagen, lernen zu sagen was ich will, lernen mich so anzunehmen wie ich bin. Lernen nicht so zu sein, wie andere es gern hätten. Ich bin nicht andere, ich bin ich. Das ist nicht immer leicht, aber es wird. Es ist eben ein Prozess. Man kann alles lernen, man muss nur wollen und ich will. Ich will, mir meine Zeit für mich nehmen, ohne schlechtes Gewissen. Das klappt auch immer besser, wenn auch nicht immer, aber nur Übung macht den Meister.

Ich will nicht immer nur

alles für meine Familie tun. Nein, ich will, dass wir das zusammentun. Das wir uns gegenseitig helfen und unterstützen. So wie meine Tochter und ich. Wir machen gerade jeden Tag Sport zusammen und motivieren uns gegenseitig. Na gut, es war nur heute so, sonst muss ich immer motivieren. Aber wir machen das und ich fühle mich gut dabei. Ich habe zwar gemerkt, dass ich absolut nicht mehr in Form bin, aber wir steigern uns jede Woche. Wenn das Wetter wieder besser ist, können wir auch ohne schlechtes Gewissen Fahrrad fahren. Da freue ich mich schon drauf, aber durch den 8 Wochen Shutdown, hatte ich immer ein wenig Angst, dass dies Ärger gibt. Obwohl es andere auch gemacht haben, aber ich bin nicht andere.

Ich freu mich wahnsinnig darüber,

dass ich schon 5kg abgenommen habe, trotz *wirbleibenzuHause* und freue mich jeden Tag ein bisschen mehr, dass ich wieder fitter werde, dass mein Rücken nicht mehr so schmerzt, ich nicht mehr so träge bin und auch wieder viel motivierter bin. Was ein bisschen Sport und gesündere Ernährung so ausmachen. Dadurch das ich zu Hause bin, habe ich auch mehr Zeit nach Gerichten und so zu gucken und sie auszuprobieren. Ich suche immer noch nach ein paar leckeren, hellen Low Carb Brötchen. Bis jetzt bin ich leider noch nicht fündig geworden.

Wenn da draußen also jemand ist,

der so ein Rezept hat, bitte, bitte, schreib mich an. Ich hatte mal eines gefunden, aber das habe ich irgendwie verlegt. Bis jetzt habe ich es, auch nach intensiver Suche nicht wiedergefunden. Nun denn, ich habe mir Eiweißmehl bestellt und werde es die Woche mal ausprobieren. Damit soll man ja fast alles machen können. Ich bin echt gespannt. Sollte jemand damit schon Erfahrung haben, bitte auch melden. Mich interessiert sowas immer brennend. Low Carb ist schon toll, aber die Sache mit dem Brot/Brötchen das nervt mich, aber vielleicht bringt es ja das Eiweißmehl.

Oh je, jetzt ist es ausgeartet,

sorry wollte gar nicht soviel über Low Carb schreiben, aber damit habe ich mit meinen über 40 Lebensjahren, bis jetzt die besten Abnehmerfolge erreicht. Ja es gibt viele Gegner, aber es wird auch immer weiter ausprobiert und getestet.  Bei 8 Wochen Shutdown hat man auch die Zeit, sich damit zu befassen und mal Sachen auszuprobieren. Für alle Sportmuffel, keine Angst, ich mache derzeit auch nur 10 – 15 Minuten Sport. Ganz langsam anfangen und sich auch langsam steigern. Mir tut es gut und mein Rücken dankt es mir und am Ende der Woche zaubert mir die Waage auch noch ein zusätzliches Lächeln ins Gesicht.

So das wars von mir für heute

und dafür das ich gar keine Idee hatte, was ich schreiben soll, kam ja doch einiges bei raus. Vielleicht ein wenig durcheinander, aber auch das bin ich und ich steh dazu. Wie immer freue ich mich, wenn ihr schreibt. Egal zu was ob 8 Wochen Shutdown oder Low Carb oder wer weiß was – schreibt mir, ich freu mich.

Bis dahin, bleibt gesund und passt auf euch auf. 😘❤

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