Teenager im Haus – auf einmal ändert sich alles
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Teenager im Haus – auf einmal ändert sich alles

Dieser Beitrag ist speziell an alle Mamas da draußen gerichtet,

die sich gerade fragen, was mit ihrem Kind los ist und es überhaupt nicht verstehen können, dass auf einmal alles anders ist. Ich spreche bewusst nur die Mamas an, da die Papas besser damit umgehen und leichter loslassen können. Das ist nicht böse gemeint und Ausnahmen bestätigen immer die Regel, aber Papas sind zumeist gechillter. Teenager im Haus – auf einmal ändert sich alles.

Auf die Idee darüber zu schreiben,

bin ich durch eine Mama auf Instagram gekommen. Sie scheint es jetzt gerade durchzumachen und ist traurig und versteht irgendwie die Welt nicht mehr. Ich kenne das und es muss jede Mama durchmachen, denke ich. Vielleicht gibt es auch Mamas, die das gelassener nehmen, aber der Großteil von uns, wird leiden oder hat schon gelitten. Teenager im Haus – auf einmal ändert sich alles.

Was ich sagen will,

erst ist alles noch ganz toll. Die Kinder sind anhänglich, kommen wann immer sie was brauchen zu uns und verbringen auch ohne zu murren Zeit mit uns. Familienzeit nenne ich es. Denn mir persönlich ist das wichtig, da man in der heutigen Gesellschaft eh nur gestresst ist, den ganzen Tag im Job ist und man sowieso zu wenig Zeit zusammen hat. Ist meine Meinung, es soll ja auch Familien geben, denen das egal ist. Aber mir ist es wichtig. Denn Familie ist wichtig und sollte zusammenhalten und auch ab und an zusammen Zeit miteinander verbringen. Teenager im Haus – auf einmal ändert sich alles.

Wir haben es immer so gehalten,

dass wir wenigstens im Urlaub zusammen sind und auch was zusammen machen. Mittlerweile essen wir nur noch zusammen, aber das ist okay. Ja jetzt kann ich das sagen, aber das ist es. Denn die Kinder verändern sich und man kann nichts dagegen tun, geschweige denn, es aufhalten. Teenager im Haus – auf einmal ändert sich alles. Was ich meine? Das sie ab einem bestimmten Alter anfangen sich zurückzuziehen.

Ja man weiß das und dennoch kommt es so plötzlich,

vor allem für die Mamas. Die Phase des Loslassens beginnt. Bei Teenagern ändert sich ja alles von jetzt auf gleich. Ist wirklich so, heute essen sie noch Salami und morgen ist sie ganz plötzlich eklig. Erst verbringen sie noch Zeit mit dir und dann ist es ganz plötzlich scheiße. Teenager im Haus – auf einmal ändert sich alles. Wie soll man da von jetzt auf gleich als Mama mit klarkommen, das geht nicht. Es ist schwer, eben waren sie noch so klein und jetzt wollen sie ihre Ruhe haben und ihr Zeug machen. Was habe ich geschimpft, geredet, diskutiert und zig Mal nach dem WARUM gefragt.

Als Antwort kriegt man dann zu hören,

weil es so ist. Ja Standardsätze, kennt bestimmt jeder von euch. Teenager im Haus – auf einmal ändert sich alles. Ganz plötzlich siehst du dein Kind nur noch zum Essen oder wenn er was will. Es wird gezockt, Serien, Filme oder  YouTube geguckt. Ich habe ihn gezwungen, dass er Zeit mit uns verbringt. Was allerdings bringt einem das? Richtig gar nichts, denn die Stimmung versauen sie dir, mit ihrer Laune. Sie lassen dich spüren, dass sie keinen Bock mehr auf sowas haben.

Die Generation heutzutage ist aber so.

Ohne Handy, Konsole und YouTube, Social Media geht’s nicht mehr. Die sind so groß geworden. Viele sagen jetzt, ja ist sie doch selbst schuld, wenn sie den Kindern all das geben. Nein, glaubt mir ich wollte das nie so, wie es jetzt ist. Ich bin auch noch eine Mama, die ohne Handy angefangen hat, wir haben noch Briefe geschrieben. Computer und Konsolen, waren noch nicht so in Mode. Ist ja auch egal. Fernsehen hat damit angefangen, dass man als Mama mal ne halbe Stunde Zeit für sich wollte. Kennt ihr oder, ab Kind davor geparkt und Mama hat ihre Ruhe. Handys fängt an, wenn du beim Arzt sitzt und durch das ewige warten, dein Kind immer unruhiger wird und du dich nicht blamieren willst, wenn dein Kind anfängt zu quengeln. Kennen wir auch alle.

All das wird verstärkt in der Schule.

Jeder hat ein Handy (auch weil Mama und Papa arbeiten sind und sie sich melden können/sollen) und mindestens eine Konsole oder PC. Die meisten haben sogar mehr Konsolen, was für mich völliger Schwachsinn ist. Hat es bei mir auch nie gegeben. Jeder seiner Mitschüler hat ein Handy, wo sich über Social Media mit anderen vernetzt und gequatscht wird. Selbst Hausaufgaben oder andere wichtige Dinge werden übers Handy geklärt. Zocken tut jedes männliche Wesen in dem Alter. Es ist Standard und auch beim Zocken wird sich vernetzt und miteinander gequatscht.

Teenager im Haus – auf einmal ändert sich alles.

Wenn ich dann lese, dass Kind hat am Tag ca. zwei Stunden für Serien, YouTube oder Zocken frage ich mich, was macht das arme Kind den ganzen Tag? Vor allem während der Lockdown war? Hinzu kommt, dass mein Sohn lachen musste und er sagte: “Mama wie soll das gehen? Stell dir mal vor, wir sind grad im Spiel und ich muss dann sagen, ich muss jetzt sagen, meine Zeit ist um?“ Das wäre ihm voll peinlich. Ja gut das müssen alle Eltern selbst entscheiden. Ich persönlich finde es auch heftig, gerade bei Corona. Nur über Handys oder beim Zocken konnten sie doch in Kontakt bleiben.

Die meisten Jungs zocken eben

und wenn man nicht darf oder nur eine gewisse Zeit hat, wird man zum Außenseiter. Will man das als Mama? Ja man soll den Kindern nicht alles in den A…. schieben, aber dass die Kinder dann gemobbt werden, will man ja auch nicht. Teenager im Haus – auf einmal ändert sich alles. Jungs, sind ja auch harmlos. Sie wollen einfach ihre Ruhe, in Ruhe zocken oder irgendwas gucken. Mädels sind da ne ganz andere Hausnummer, aber das ist ein anderes Thema.

Ich habe solange geschimpft,

bis ich selbst in Therapie war und meiner Therapeutin von der Sache erzählte. Sie sagte mir, ich solle ihn einfach lassen. Umso mehr ich schimpfe, umso mehr zieht er sich zurück. Die Kinder machen eine Menge durch in dem Alter, der Körper verändert sich, dass Leben verändert sich und man soll sie einfach lassen. Ja das fällt schwer, vor allem den Mamas, aber es stimmt was sie sagte.

Ich habe dann irgendwann Ruhe gegeben

und habe ihn machen lassen. Es dauert auch solange nicht bis man sich daran gewöhnt hat. Bei meinem Sohn ging es los mit 12/13. Jetzt ist er 16 und es ist noch nicht überstanden. Aber wir haben uns wieder lieb. Die ewigen Diskussionen liegen hinter uns. Wenn er was hat, kommt er zu mir. Wir reden über alles und ja wir verbringen auch mal Familienzeit zusammen. Teenager im Haus – auf einmal ändert sich alles

Jetzt ist er 16,

Schule fertig, Ausbildung beginnt bald und der Führerschein wird gemacht. Er ist doch gerade erst in die Schule gekommen, nun wird er erwachsen. Das können wir nicht ändern. Wir müssen lernen sie loszulassen, damit sie auch allein in der großen, weiten Welt klarkommen. Es tut weh ja und wir Mamas müssen das auf die harte Tour lernen. Lieben tun sie uns trotzdem und brauchen tun sie uns auch. Das merkt man aber wieder, wen man die Traurigkeit und die Angst davor, dass sie uns nicht mehr wollen/brauchen, hinter sich gelassen hat.

Teenager im Haus

– auf einmal ändert sich alles. Mensch auch wenn sich alles ändert, aber das habt ihr geschafft. Ihr habt sie groß gekriegt und aus ihnen sind -wenn wir doch das ganze Geschimpfe und unser Unverständnis mal außer Acht lassen- doch tolle Menschen geworden oder nicht? Also ich bin stolz auf meinen Sohn, megastolz. Ja ich habe Angst davor, dass er Motorrad fährt, aber ich kann und werde auch nichts dagegen tun. Wir können sie nicht ewig in Watte packen. Aber meine Hoffnung ist, dass ich ihn so gut erzogen habe, dass ich nicht ständig Angst haben muss. Wisst ihr was ich meine? Ja das wisst ihr.

Also lasst ihnen ihren Freiraum,

sie brauchen ihn, das sagt sogar eine Therapeutin. Wenn es schwerfällt, redet mit jemanden oder schreibt mir. Ich werde das auch nochmal überstehen, da meine Tochter jetzt 12/13 ist und wie ich bereits sagte, Mädels sind ein Zacken schärfer, glaubt es mir.

Denkt immer daran,

auch ihr wart mal in der Pubertät. Vergesst niemals, wie sehr eure Eltern euch damals genervt haben. Genauso geht es heute euren Pubertieren, also habt sie lieb und seid für sie da, denn Körper und Psyche machen eine Menge durch im Moment.

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