Mein Mann kennenlernen
das sind wir,  Liebe ist...

Liebe ist… kennenlernen

Es ist schon wieder eine Weile her,

dass ich über unsere Geschichte geschrieben habe. Ich musste aber andere Gedanken aus meinem Kopf los werden. Eigentlich liege ich auch um und bin die meiste Zeit damit beschäftigt meine Nase vom laufen abzuhalten. 🤧🤒 Trotz alle dem werde ich mal versuchen zu schreiben. Ich kann ja sonst nicht viel tun.

Wo waren wir also stehen geblieben? Ah ja beim Radieschensalat. 😉

Ich muss ja sagen, mein Mann hatte viel Freude mir seine Heimat zu zeigen. Wir waren häufig unterwegs, zumindest am Wochenende. In der Woche musste er viel arbeiten. Da blieben wir dann meistens abends zu Hause. So kam es auch, dass mir mein Tabak ausging. Oh ja ist doch kein Drama denken jetzt viele. Das Problem für mich war einfach, dass mein Mann mich allein losschickte, um welchen zu kaufen. Es war nicht weit weg, aber ich hatte damals Angst. Ich alleine in der großen Stadt und das als Dorfkind und ich kannte mich überhaupt noch nicht aus.

Da ich aber rauchen

und nicht bis zum nächsten Tag warten wollte, musste ich da wohl oder übel durch. Zu meiner Angst kam auch noch dazu, dass es schon dunkel war. Klar ist in ner Stadt alles mehr beleuchtet, aber das nahm mir meine Angst trotzdem nicht. Ich bin dann rein in den Laden, hab schnell Tabak gekauft und ganz schnell wieder nach Hause gegangen. Das halte ich ihm heute noch vor und das wird er sich auch noch einige Jahre anhören müssen.😉

Heute weiß ich, dass ich damals schon mit Ängsten zu tun hatte.

Es hat auch eine gefühlte Ewigkeit gedauert, bis ich alleine in die Stadt gegangen bin.

Kommen wir mal zu dem zweiten Fauxpas,

den sich mein Göttergatte damals geleistet hat. Es war Wochenende, schönes Wetter und ich fragte ihn, was wir denn machen wollen. Da haut er raus: „Ich fahre Motorrad.“ Einen kurzen Moment stand ich da, schluckte und dann fragte ich ihn, was ich dann machen soll?! Versteht mich nicht falsch, es ist nichts dabei, wenn jeder was für sich macht. Mein Mann hatte mich in dem Moment aber einfach nicht mit eingeplant. Er war so daran gewöhnt, allein zu sein, dass er gar nicht darüber nach dachte. Das konnte man ihm in dem Augenblick auch ansehen. Ich verzieh ihm beides und da er keinen zweiten Helm fürs Motorrad hatte, fuhr er mit dem Bike und ich mit dem Auto hinterher. So konnte ich auch ein wenig die Gegend kennenlernen und mich auch daran gewöhnen in ner Stadt zu fahren.

Als nächstes sollte ich dann in der Woche einkaufen fahren.

Da hatte ich auch keine Angst vor, denn er schliff mich ständig nach draußen. Er wollte mir sämtliche Ecken zeigen und dadurch verlor ich auch nach und nach die Angst vor der großen Stadt. Nun ja, mein Mann war lange alleine und hatte so gewisse Routinen. Natürlich auch was das Einkaufen betrifft. Nicht schlimm, habe ich heute auch. So war es dann so, dass ich nicht in jeden x-beliebigen „Lidl“ fahren sollte, sondern in einen ganz bestimmten. So war es auch mit „Real“. Er zeigte mir das vorher alles, aber Frauen und der Orientierungssinn 😂😱🙈.

Das konnte nur schief gehen.

Ich fuhr also los. In seinem schönen Fiat Bravo und war davon überzeugt das ich es schaffe. In die richtige Richtung bin ich wohl auch gefahren, aber ich habe irgendwie jedes Mal verpasst in die richtige Straße abzubiegen. Den „Real“ habe ich gefunden, bin durch die halbe Stadt gegurkt. So lernt man in der Stadt zu fahren 😂. Nur diesen verdammten „Lidl“ habe ich nicht wiedergefunden. Ihr könnt euch sicher vorstellen, dass mir das total peinlich war. Bevor ich aber weiter stundenlang durch die Gegend fuhr, dachte ich mir, ich ruf ihn mal an. Gesagt getan, er fand es natürlich total witzig. Ich hingegen war total verzweifelt. Er erklärte es mir am Telefon und es stellte ich raus, dass ich jedes Mal dran vorbei gefahren bin. Aber hey ich habe ihn gefunden und konnte endlich einkaufen.

Da ich an diesem Tag das Auto hatte,

fuhr mein Mann mit dem Bike zur Arbeit. Ich wartete abends zu Hause auf ihn, als dann das Telefon klingelte. Es war mein Mann und er sagte, er wäre liegen geblieben. Irgendwas stimmt mit dem Bike nicht. Thomas, sein damaliger Arbeitskollege brachte ihm Benzin und dann würde er versuchen nach Hause zu kommen. Wie ich nun mal bin, machte ich mir natürlich Sorgen, denn es war ein ganz schöner Weg von der Arbeit bis nach Hause. Gott sei Dank, kam er heile an. Nur mit dem Bike stimmte irgendwas nicht, dass wollte er sich am Wochenende anschauen. Zum Abschluss des Tages wurde sich natürlich auf meine Kosten, lustig gemacht über meine Stadtrundfahrt zum „Lidl“. 😂

Ja gut, es war auch witzig,

anstatt ihn gleich anzurufen. Aber ich wollte es alleine schaffen. Da war ich stur. Hat zwar nicht geklappt, aber den Versuch war es wert und hinterher ist man ja bekanntlich immer schlauer. Seitdem habe ich den „Lidl“ immer wieder gefunden. 😉 Ob das jetzt noch so wäre, kann ich aber nicht versprechen. Dafür ist es einfach zu lange her.

Wichtig war für mich,

dass wir uns gut verstanden und auch über uns lachen konnten. Für mich war das am Anfang alles nicht leicht. Eine neue und noch dazu riesige Stadt, neue Leute, ein neuer Mann. Zumal „meine“ Leute damals von vornherein schon sagten, dass das wieder nichts wird. Ich schloss damals mit dem Freund meiner Schwester eine Wette ab. Wenn ich es länger als ein Jahr schaffe, müssen sie mich besuchen kommen. Ja das ist jetzt fast 18 Jahre her. 😉 Falls die Fragen jetzt aufkommen, ja sie kamen uns besuchen.

Es war einfach alles nur toll.

Wir waren fast jedes Wochenende draußen. Immer zu Fuß, wir waren so im Training, dass wir das erst merkten, als eine Freundin von mir zu Besuch war. Mit ihr waren wir nämlich auch zu Fuß unterwegs und sie jammerte auf dem Rückweg, dass sie nicht mehr könne. Für uns war es total normal.

Wir hatten unsere legendären Küchenabende.

Soll heißen, am Wochenende haben wir ganz oft abends in der Küche gesessen, Wein getrunken und über Gott und die Welt geredet. Stundenlang. Das haben wir hier nie wieder hingekriegt. Lag wohl auch dran, dass mein Mann das ganze Ausmaß des Alkoholkonsums meines Vaters hautnah miterlebt hat.

Ich liebte diese Küchenabende trotzdem.

Oder wenn man mal keine Lust hatte zu kochen. Einfach Flyer aussuchen und bestellen, ab ins Bett kuscheln und Fernseher an. Videos haben wir uns oft ausgeliehen. Ja genau VHS, kennt heute keiner mehr. 😂

Es waren einfach tolle Zeiten.

Das war dann für heute mein Schlusswort. Leider geht es mir noch immer nicht wirklich besser. Ich hoffe dennoch Euch gefällt unsere Geschichte.

Also bleibt dran. Folgt mir gern und lasst einen Kommentar da.

Dankeschön 😍❤️😘

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